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Il “Soft Power” dell’Italia e il ruolo della Public Diplomacy. Vortrag von S.E. Botschafter Luigi Mattiolo

Datum:

14/10/2019


Il “Soft Power” dell’Italia e il ruolo della Public Diplomacy. Vortrag von S.E. Botschafter Luigi Mattiolo

La “corsa globale alla seduzione”, fra diplomazia d’influenza e politica estera culturale. 
 
Vortrag von S.E. Luigi Mattiolo, Botschafter der Italienischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland

Grußwort: Prof. Dr. Günter M. Ziegler (Präsident der Freien Universität Berlin) und Prof. Dr. Georg W. Bertram (Dekan des Fachbereichs Philosophie und Geisteswissenschaften der Freien Universität Berlin).
Einführung: Prof. Dr. Bernhard Huss (Direktor des Italienzentrums der Freien Universität Berlin).

Zur Eröffnung des akademischen Jahres an der Freien Universität Berlin spricht Botschafter Luigi Mattiolo über Italiens „Soft Power“ und deren Bedeutung für die auswärtige Kultur­ und Bildungspolitik.
 
Der amerikanische Politologe Joseph Nye hat „Soft Power“ als die „Anziehungskraft, die ein Staat auf andere Staaten ausüben kann“ definiert. Immer mehr hängt die Bedeutung eines Landes auf der internationalen Bühne nicht nur von seiner Militär- und Wirtschaftskraft ab, sondern auch von seiner Fähigkeit, sich durch seine Sprache und Kommunikation, sein Image und seine Kultur hervor zu tun. Italien belegt in der Weltrangliste der Attraktivität durch „Soft Power“ einen der ersten Plätze, was darauf hinweist, welche Begeisterung Kunst und Kultur und mithin das künstlerische, geschichtliche und landschaftliche Erbe Italiens hervorrufen. Tatsächlich aber ist die italienische „Soft Power“ viel komplexer und diversifizierter: die enge Verschränkung zwischen Unternehmen und der jeweiligen Region, einfallsreichen Schöpfungen und der Natur, jene fast magische Verknüpfung von Konkretheit und Phantasie haben Italien zum Land der Harmonie und Schönheit gemacht.
Bereits der Wirtschaftshistoriker Carlo Maria Cipolla hat auf die enge Verbindung zwischen den Regionen und ihren jeweils handwerklich-schöpferischen Produkten als typisches Charakteristikum Italiens seit dem Mittelalter hingewiesen. Noch heute befinden sich immerhin 40% der italienischen Unternehmen, die im kreativen und/oder im Designsektor arbeiten, in Gemeinden, die in oder in unmittelbarer Nähe zu UNESCO-Welterbestätten liegen. Der digitale Wandel trägt das seinige zur Wiederbelebung dieser alten Verbindung bei in einer Welt, in welcher neben Massenwaren Produkte geschätzt werden, die Tradition, Erfahrung und ein Erlebnis von Einzigartigkeit zu transportieren.
Betrachtet man den Aspekt nachhaltiger Entwicklung, weist Italien ebenfalls viele Wettbewerbsvorteile auf: eine nachhaltige Landwirtschaft, gesunde Ernährung dank der Produktion qualitativ hochwertiger Nahrungsmittel, Landschafts-, Kunst- und Kulturpflege, Entwicklung erneuerbarer Energien, Zugang zu sozialen Dienstleistungen, Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus auf hohem Niveau, Produktionsmodelle, die auf kooperative Modelle kleinerer oder mittlerer Größe zugeschnitten sind und die Beteiligung lokaler Gruppen und Gemeinden fördern.
Kurz gesagt, die „Soft Power“ Italiens speist sich historisch, ideell, materiell und topographisch aus der wirtschaftliche Produktionsweise des Landes und dem Konzept der Nachhaltigkeit, bereichert durch die in Italien sichtbare Kreativität sowohl im Forschungssektor als auch in den Bereichen Design und Innovation.
Diese Charakteristika haben zusammen mit der Dynamik der kreativen Industrie Italien eine kulturelle Vormachtstellung verschafft. Doch das Land ist durchaus nicht das einzige, das im „globalen Wettkampf der Anziehungskraft“ eine Rolle spielt und das Niveau ist vor allem in den letzten Jahren durch die Einflussdiplomatie von Ländern wie den U.S.A., China, Russland, aber auch Deutschland, Spanien und Frankreich enorm gestiegen. Wie können angesichts dieser Herausforderungen die italienische Sprache und Kultur neue Anstöße für Italiens Einfluss und „Soft Power“ geben? Welche Wege können begangen und welche Ressourcen genutzt werden? Welche Rolle können hierbei Institutionen wie das Italienzentrum der Freien Universität Berlin, die Maison d’Italie der Cité Universitaire de Paris oder auch die Casa italiana der New York University spielen?



MO 14. OKT 2019, 18.15 Uhr
Freie Universität Berlin · Seminarzentrum, Raum L 115, Eingang Otto-von-Simson-Straße 26 · Berlin-Dahlem

Auf Italienisch


Eine Veranstaltung des Italienzentrum der Freien Universität Berlin in Zusammenarbeit mit der Italienischen Botschaft 


fu berlin italienzentrum



Informationen

Datum: Mo 14 Okt 2019

Uhrzeit: von 18:15 bis 20:00

Organisiert von : Italienzentrum der FU Berlin

Eintritt : Frei


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