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#italienliest #Verga100: I Malavoglia

Datum:

02/02/2022


#italienliest #Verga100: I Malavoglia

Zum 100.Todestag Giovanni Vergas erscheint sein 1881 entstandener und wohl bekanntester Roman I Malavoglia in der Neuübersetzung von Anna Leube. Unvergesslich erzählt Verga darin vom Niedergang einer angesehenen Familie und entwirft ein eindrückliches Bild des alten Sizilien.

Von den Herausforderungen einer Neuübersetzung dieses Klassikers der italienischen Literatur und des Verismus, der in Giovanni Verga seinen Hauptvertreter gefunden hat, berichten die Übersetzerin Anna Leube im Gespräch mit dem Literaturwissenschaftler Bernhard Huss.

Mittwoch, 2. Februar 2022
19:00 Uhr
 
VERGA 100: Die Malavoglia
Buchpräsentation und Gespräch mit Anna Leube und Bernhard Huss
Lesung: Frank Arnold 
 
Istituto Italiano di Cultura Berlino
Präsenzveranstaltung
Anmeldung erforderlich über Eventbrite

Auf Deutsch

Livestream auf Zoom und FB 

Anna Leube, ehemalige Lektorin des Hanser Verlags, hat u.a. Werke von Bruce Chatwin, Shirley Jackson, Claudio Magris, Michael Ondaatje, Alberto Savinio und Italo Svevo übersetzt.

Bernhard Huss ist Professor für Romanistik an der Freien Universität Berlin und Direktor des FU-Italienzentrums. Huss ist ein anerkannter Petrarca-Experte und zu seinen zahlreichen Forschungsinteressen gehört auch die moderne italienische Literatur.

Frank Arnold ist ein deutscher Sprecher, Schauspieler, Dramaturg und Regisseur.

In Zusammenarbeit mit dem Verlag Klaus Wagenbach


Giovanni Verga, Die Malavoglia, aus dem Italienischen neu übersetzt von Anna Leube, mit einem Nachwort von Roberto Saviano, Verlag Klaus Wagenbach 2022.

Text auf der Internetseite des Verlags Klaus Wagenbach:

Das Hauptwerk des großen italienischen Romanciers am Beginn der Moderne, in glänzender Neuübersetzung: Unvergesslich erzählt Giovanni Verga vom Niedergang einer angesehenen und eigentlich ehrenwerten Familie. Ein Bild des alten Sizilien von elementarer Wucht.Hätte Padron ’Ntoni nur nicht die Idee mit den Lupinen gehabt – wenigstens einmal wollte auch er seinen Profit mit einem klandestinen Geschäft machen –, dann wäre es nie so weit gekommen. Aber sein Boot mit der sowieso schon verdorbenen und auf Pump gekauften Ware zerschellt am Felsen, die Besatzung einschließlich seines einzigen Sohns ertrinkt.
Nun wollen die Schulden bezahlt werden. Der Familiensitz, das Haus mit dem Mispelbaum, geht verloren, aber die Enkel müssen trotzdem ordentlich großgezogen und verheiratet werden. Die Malavoglia arbeiten und schinden sich, und immer wenn es so aussieht, als könnten sie wieder auf die Füße fallen, kommt neues Ungemach. Der Älteste findet nach seiner Militärzeit nie wieder in die richtige Bahn und hadert mit der endlosen Schufterei, der Zweite stirbt im Krieg. Und kaum sind die Fässer voll mit eingesalzenen Sardellen, stürzen die Preise ab.
Der eindrücklichen Geschichte der Familie Malavoglia ist das Bild des kleinen Orts Aci Trezza nahe Catania gegenübergestellt – ein Nest voller Eigenbrötler, deren Lebensläufe im ständigen Parlando von Unterhaltungen, Lebensweisheiten, Klagen und Pläneschmieden ausgebreitet werden.
Die Malavoglia wurde 1948 unter dem Titel La terra trema von Luchino Visconti fürs Kino adaptiert, der Film gilt als herausragendes Werk des Neorealismo.

Giovanni Verga, geboren 1840 in Catania, stammte aus einer wohlhabenden Familie. Bereits im Alter von 16 Jahren schrieb er seinen ersten Roman. 1858 begann er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Catania, das er nach drei Jahren abbrach, um sich dem Schreiben zu widmen. 1861 veröffentlichte er den Roman I carbonari della montagna, aber erst zehn Jahre später gelangte er mit Storia di una capinera zu einiger Bekanntheit.
Ab 1871 pendelte Verga zwischen Mailand und Catania, unternahm Reisen nach Paris und London, traf Giuseppe Verdi, Émile Zola und Luigi Capuana. Er verfasste zahlreiche Romane, Novellen und Theaterstücke, darunter Die Malavoglia, der erste eines auf fünf Bände angelegten Zyklus, der unvollendet blieb. Der Roman gilt heute als Hauptwerk des Verismo, der italienischen Ausformung des Naturalismus. Die Novelle Cavalleria rusticana brachte als Theaterstück und vor allem als Oper großen Erfolg – und einen Rechtsstreit um die Tantiemen. 1920 wurde Verga zum Senator des Königreichs Italien ernannt. Am 27. Januar 1922 starb Giovanni Verga in seinem Geburtshaus.



Informationen

Datum: Mi 2 Feb 2022

Uhrzeit: von 19:00 bis 20:30

Organisiert von : Istituto Italiano di Cultura Berlino

In Zusammenarbeit mit : Verlag Klaus Wagenbach

Eintritt : Frei


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