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MORDI E FUGGI – Dirty Weekend, Dino Risi, Italien/F 1973

Giulio Borsi (Marcello Mastroianni), ein reaktionärer Pharma-Industrieller, wird auf dem Weg ins Wochenende zusammen mit seiner jungen Geliebten (Carole André) an einer Tankstelle von drei anarchistischen Bankräuber*innen als Geisel genommen. Von der Polizei und der Presse verfolgt und zu Medienstars aufgebaut, flieht das Trio mit den Geiseln in eine abgelegene Villa, wo kurzzeitig eine Aufweichung der Klassengegensätze möglich scheint, bevor es zum Showdown zwischen Staatsmacht und den linksextremistischen Outlaws kommt. Dino Risis finstere Politsatire, lose basierend auf einer wahrer Begebenheit, verweist bereits auf die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Brigate Rosse und den Staatsorganen der folgenden Jahre und nimmt hellsichtig die zweifelhafte Rolle von zunehmend sensationslüsternen und blutdurstigen Medien vorweg. Streckenweise wirkt der Film in dieser Hinsicht wie ein Modell für das Geiseldrama von Gladbeck 1988. Wir zeigen eine rare zeitgenössische Kopie mit Farbveränderungen.

29.5.
KINO ARSENAL, Potsdamer Str. 2, Berlin-Tiergarten
https://www.arsenal-berlin.de