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Cinema! Italia! – Neue Filme aus Italien

CinemaItalia

#cinema&cinema

Dem deutschen Publikum bietet sich mit der Filmreihe Cinema! Italia! die einmalige Gelegenheit, in den Genuss von fünf neuen italienischen Filmen zu kommen. Cinema! Italia! präsentiert in Deutschland jährlich aufs Neue italienische Kultur und modernes italienisches Leben und greift über die unterschiedlichen Filminhalte vielfach aktuelle Themen auf. Sie bietet einen leicht zugänglichen, aber erlebnisreichen und spannenden Einblick in die Gegenwart und die Geschichte Italiens, in die Kultur, die mediterrane Lebensart – und zeigt die reizvollen Regionen des Landes

10.12. – 16.12. 2026

Verleihung des Publikumspreises mit Gästen
Samstag, 12.12. im Babylon, Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin

 

Die Filme:

TRE CIOTOLE – Drei Abschiede

Regie: Isabel Coixet
Mit Alba Rohrwacher, Elio Germano, Silvia D’Amico, Galatea Bellugi, Francesco Carril
Italien-Spanien 2025
122 Min., OmU

Marta und Antonio trennen sich nach sieben Jahren. Er ist ein aufstrebender Meisterkoch, sie Sportlehrerin an einem Gymnasium. Antonio stürzt sich in die Arbeit, merkt aber, dass er Marta trotz eines Techtelmechtels mit einer jungen Restauranthelferin nicht so schnell vergessen kann. Marta selber unterrichtet weiter, zieht sich aber ganz in sich selbst zurück. Vorsichtige Annäherungsversuche eines Kollegen weist sie ab. Lieber redet sie mit der Pappfigur eines koreanischen K-Pop-Sängers, die sie in ihre Wohnung geschleppt hat, oder schreibt unter Pseudonym im Internet vernichtende Bewertungen über Antonios Restaurant. Ruhelos radelt sie kreuz und quer durch Rom und isst immer weniger. Doch dann erhält Marta eine Nachricht, die alles verändert…

Tre ciotole stellt eine sehr einfache, aber unglaublich komplexe Frage: „Was bedeutet es, wirklich zu leben?“ In der Verfilmung von Tre ciotole, dem letzten Buch von Michela Murgia, haben wir uns auf zwei ihrer Erzählungen konzentriert: die von Marta und die von Antonio. Eine Frau und ein Mann, denen wir genau in dem Moment begegnen, in dem sie sich trennen. Der Film durchläuft alle Phasen menschlicher Beziehungen, die Höhen und Tiefen, die Ängste, die Unsicherheiten. Ich würde mich freuen, wenn die Zuschauer nach dem Film erkennen würden: was auch immer sie in ihrem Leben verwirklichen möchten, jetzt ist der richtige Moment dafür.
Isabel Coixet

 

COME TI MUOVI, SBAGLI – Immer verkehrt

Regie: Gianni Di Gregorio
Mit Gianni Di Gregorio, Greta Scarano, Tom Wlaschiha, Anna Losano, Pietro Serpi, Iaia Forte

Italien 2025
97 Min., OmU

Der 75jährige Gianni genießt seinen komfortablen Ruhestand. Doch das Dolce vita des ehemaligen Lehrers wird abrupt gestört, als plötzlich seine Tochter Sofia vor der Tür steht, im Gepäck eine handfeste Ehekrise und zwei lebhafte Enkelkinder. Die drei ziehen bei ihm ein und stellen Giannis Leben völlig auf den Kopf. Zudem meldet seine langjährige Freundin Giovanna ihre Ansprüche an. Und dann unternimmt auch noch Sofias deutscher Ehemann Helmut reumütig einen 1500 km langen Fußmarsch von Heidelberg nach Rom, um seine Frau zurückzugewinnen. Wird es Gianni gelingen, in all dem Trubel den Überblick zu behalten?

Es gibt eine Sache, auf die wir Menschen offenbar nicht verzichten können: die Familie. Was gibt es denn Schöneres als die Familie? Und was gibt es Anstrengenderes als die Familie mit ihrer unermesslichen Last an Liebe, die jeden persönlichen Ehrgeiz, jede Sehnsucht nach Freiheit und Frieden erdrückt? Dieser Film ist der Familie gewidmet und damit der Liebe, dieser Kraft, die uns Dinge tun lässt, von denen wir nie geglaubt hätten, dass wir sie tun könnten, und die uns gleichzeitig zu fleißigen Ameisen, aber auch zu epischen Heldinnen und Helden macht.
Gianni Di Gregorio

 

GIOIA MIA – Mein Sommer mit Nonna

Regie: Margherita Spampinato
Mit Marco Fiore, Aurora Quattrocchi, Martina Ziami, Camielle Dugay, Clara Salvo

Italien 2025
90 Min., OmU
In Kooperation mit dem Arsenal Filmverleih

Der neunjährige Nico wird von seinen Eltern aus Norditalien für einen Monat nach Sizilien zu seiner Großtante Gela geschickt. Für Nico ist der Ortswechsel ein Schock: die Tante wirkt uralt und keineswegs freundlich, lebt allein in einer riesigen Wohnung ohne Wlan und Klimaanlage, ist überaus religiös und setzt ihm seltsame sizilianische Speisen vor. Das ganze Haus scheint aus der Zeit gefallen, und im obersten Stockwerk sollen Geister spuken. Aber irgendwie müssen Nico und Gela eine gemeinsame Sprache finden…

Mit der für Kinder typischen Neugier bringt Nico Unordnung, stellt unpassende Fragen, stöbert in Erinnerungen, verunsichert seine ältere Tante und bringt sie dazu, ihm ein Geheimnis zu verraten, das sie noch nie jemandem anvertraut hat: den Verlust einer damals verbotenen Liebe, der sie tief geprägt und sie dazu gebracht hat, sich zu isolieren. Der Film hinterfragt, was trotz der rasanten Entwicklung der heutigen Welt universell und unveränderlich bleibt, und betont die Bedeutung des Austauschs zwischen verschiedenen Generationen und Welten als wichtigen Anreiz, andere und damit auch uns selbst besser zu verstehen und zu akzeptieren.
Margherita Spampinato

 

LA VITA DA GRANDI – Das Leben als Erwachsene

Regie: Greta Scarano
Mit Matilda De Angelis, Yuri Tuci, Maria Amelia Monti, Ariella Reggio, Gloria Coco

Italien 2025
95 Min., OmU

Irene versucht sich in Rom ein neues Leben aufzubauen. Doch dann überredet ihre überforderte Mutter sie, in ihre Heimatstadt Rimini zurückzukehren und sich um Omar, ihren 40-jährigen autistischen Bruder, zu kümmern. Irene soll ihm zu mehr Selbständigkeit verhelfen. Sie stellt schnell fest, dass Omar sehr klare Vorstellungen von seiner Zukunft hat: Er möchte heiraten, drei Kinder haben, weil drei die perfekte Zahl ist, vor allem aber will er unbedingt als Kandidat in die populäre TV-Talentshow „Yes You Can“, um ein großer Rap-Star zu werden. Sowohl für Irene als auch für Omar wird ihr Zusammensein zu einem Crashkurs in Sachen Erwachsen-Werden…

Als ich auf die wahre Geschichte von Damiano und Margherita Tercon stieß, war ich buchstäblich wie vom Donner gerührt: mir war sofort klar, dass ich sie als Regisseurin erzählen wollte. Obwohl ich keinen Bruder mit Behinderung habe, bin ich (wie sehr viele Menschen) in einer dysfunktionalen Familie aufgewachsen. Ich wollte, dass das Publikum Irenes Sichtweise versteht, aber dass auch Omars Sichtweise klar und deutlich zum Ausdruck kommt: seine Art, die Welt zu sehen, und die Schwierigkeiten, mit einer Behinderung zu leben und sich ständig mit einer „normalen“ Schwester auseinanderzusetzen. Für mich war entscheidend, dass das Thema Autismus nicht die gesamte Erzählung dominiert, genau wie bei der Hauptfigur Omar, dessen Autismus nur eines von vielen Merkmalen ist, die ihn als Mensch ausmachen.
Greta Scarano

 

IL BENE COMUNE – Gut für alle

Regie: Rocco Papaleo
Mit Claudia Pandolfi, Rocco Papaleo, Teresa Saponangelo, Vanessa Scalera, Andrea Fuorto

Italien 2025
103 Min., OmU

In den Bergen des südlichen Apennins steht der älteste Baum Europas, eine über 1200 Jahre alte Loricato-Kiefer. Eine ungewöhnliche Wandergruppe macht sich auf den Weg zu diesem einzigartigen Naturdenkmal: Da ist der etwas mürrische Touristenführer und Ex-Soldat Biagio, sein junger unbedarfter Neffe Luciano und die exzentrische Schauspielerin Raffaela, die einen Theater-Workshop in einem Frauengefängnis leitet. Im Schlepptau hat Raffaela vier Teilnehmerinnen ihres Kurses, die nur noch eine kurze Reststrafe abzusitzen haben. Für diese vier Frauen soll die anstrengende Wanderung eine Art Motivationstrip für die Freiheit werden. Doch alle Beteiligten kämpfen vor allem mit ihren persönlichen Problemen. Schon bald kommt es zu Spannungen und unvorhergesehenen Ereignissen…

Das Filmemachen begeistert mich, und insbesondere Il bene comune ist ein ehrgeiziges Projekt, da es darauf abzielt, zu vermitteln, wie wichtig es ist, uns alle als gleichwertig anzusehen, allein schon aufgrund der Tatsache, dass wir Menschen sind. Ich habe mir Figuren ausgedacht, die an verschiedenen Ufern leben und Brücken bauen, um zueinander zu gelangen, mit Reisen in ihre Gegenwart und in ihre Geschichten. Die Landschaft des Pollino-Massivs in Kalabrien bildet den Hintergrund für diesen Weg, und die dortige Loricato-Kiefer, der älteste Baum Europas, ist ein Symbol für Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit. Wie immer in meinen Filmen hat die Erzählung einen starken musikalischen, humoristischen und – wenn ich das sagen darf – poetischen Charakter. Das Hauptziel dieses Films war es, die Grenzen zu erkunden, die es zu überwinden gilt, um sich wieder zu finden – zwischen verschiedenen Kulturen, verschiedenen Lebensumständen – und da es sich letztlich auch um einen Unterhaltungsfilm handelt, die Schnittstelle zwischen meinem Geschmack und dem des Publikums zu finden.
Rocco Papaleo

 

GRUPPO DI FAMIGLIA IN UN INTERNO – Gewalt und Leidenschaft

Regie: Luchino Visconti (1974)
Mit Burt Lancaster, Silvana Mangano, Helmut Berger, Claudia Marsani, Stefano Patrizi

Italien 1974
121 Min., OmU, FSK: 16
In Kooperation mit Missing Films

Ein reicher, verwitweter Professor sammelt in seinem Haus in Rom Gruppenbilder von Familien, doch echte Menschen hat er schon lange nicht mehr um sich. Als sich im Obergeschoss seines großzügigen Palazzos die leichtlebige Marchesa Brumonti mit ihrem Anhang einnistet, wird seine Ruhe empfindlich gestört. Gegen seinen Willen wird er in Affären und Auseinandersetzungen verwickelt, doch der junge Liebhaber der Marchesa, Konrad, fasziniert ihn …

In seinem preisgekrönten Alterswerk widmet sich Visconti abermals der Vergänglichkeit, der Schönheit und dem Verlangen, inszeniert meisterhaft den Zusammenprall gegensätzlicher Milieus. In den Hauptrollen brillieren Burt Lancaster („Der Leopard“), Silvana Mangano („Tod in Venedig“) und Viscontis eigene Entdeckung Helmut Berger („Die Verdammten“, „Ludwig II.“) als scheinbar skrupelloser Gigolo mit verborgenen Seiten.

Luchino Visconti (1906 Mailand – 1976 Rom) arbeitete in den 1930er Jahren in Frankreich mit Jean Renoir zusammen und gab 1943 mit Ossessione sein Regiedebüt, gefolgt von La terra trema (1948) und Bellissima (1951). Nach seiner Abkehr vom Neorealismus in Senso (1954) und Le notti bianche/Weiße Nächte (1957) erlangte er mit Rocco e i suoi fratelli/Rocco und seine Brüder (1960) und Il gattopardo/Der Leopard (1963) internationale Anerkennung. Weniger Erfolg hatte er mit Vaghe stelle dell’Orsa/Sandra (1965) und Lo straniero/Der Fremde (1967). Die drei Filme La caduta degli dei/Die Verdammten (1969), Morte a Venezia/Tod in Venedig (1971) und Ludwig II. (1973) werden oft als „deutsche Trilogie“ bezeichnet. Sein erstes Spätwerk ist 1974 Gruppo di famiglia in un interno/Gewalt und Leidenschaft. 1976 ereilte ihn der Tod kurz nach Ende der Dreharbeiten zu L’innocente/Die Unschuld.

 

Die Kinos:

Babylon
Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin
Telefon: 030 – 24 72 78 02
www.babylonberlin.de

Verleihung des Publikumspreises
am Samstag 12.12. mit Gästen

Bali-Kino
Teltower Damm 33, 14169 Berlin
Telefon: 030 – 81 14 678
www.balikino-berlin.de

Klick Kino
Windscheidstr. 19, 10627 Berlin
Telefon: 030 – 60 59 64 33
www.klickkino.de 

 

Organisiert von
Made in Italy, Roma und Kairos Filmverleih, Göttingen
https://www.associazionemadeinitaly.org/
http://www.kairosfilm.de/

 

                 

 

 

 

 

  • Organisiert von: Made in Italy, Roma / Kairos Filmverleih, Göttingen