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„Das Recht, Rechte zu haben“. Filippo Berta im Gespräch mit Raffaella Frascarelli und Lia G. Fassari

#disegnami #italiancouncil
 
„Das Recht, Rechte zu haben“

Präsentation des Projekts
ONE BY ONE von Filippo Berta

Der Künstler Filippo Berta im Gespräch mit Raffaella Frascarelli (Università di Roma La Sapienza und Nomas Foundation) und Lia G. Fassari (Università di Roma La Sapienza und Nomas Foundation)
 
Video
ONE BY ONE di Filippo Berta
 
MO 22. NOV 2021
19:00 Uhr
Präsenzveranstaltung:
Anmeldung erforderlich über Eventbrite: https://one_by_one.eventbrite.it
 
Livestream über ZOOM und Facebook

Der soziale, kulturelle, politische und geografische Raum umfasst Praktiken und Erfahrungen, bei denen es um Freiheit geht und erinnert an Hanna Arendts Formulierung vom Recht, Rechte zu haben. Im Projekt One By One des Künstlers Filippo Berta erfüllt die Freiheit, die eigenen Rechte einzufordern, die Zukunftsvision eines Europa, das durch das ästhetische Handeln der Bürger selbst integriert und bereichert, aufnimmt und fördert, unterstützt und emanzipiert. Die Performances, die der Künstler an den mit Stacheldraht gesicherten Grenzen in Europa, Asien und Amerika gefilmt hat, offenbaren eine pluralistische und gemeinschaftlich gesinnte Gemeinschaft. Auf poetische Weise wird die Idee der Grenze durch das Verbindende der Sprachen, Gesichter, Landschaften und Geschichten zerstört.

Zwischen 2019 und 2020 reiste Filippo Berta durch Osteuropa (Ungarn, Serbien, Slowenien, Kroatien, Türkei, Nordmazedonien, Griechenland, Bulgarien), nach Amerika (Vereinigte Staaten und Mexiko) und schließlich nach Asien (Südkorea), wo er Videos drehte und für welche er Bewohnern der Grenzgebiete zur Teilnahme bat. Sie sollten laut und in ihrer eigenen Sprache die Stacheln an den Zaundrähten der Grenzbefestigungen zählen. Eine rituelle Handlung, die durch die Geste der Hände beim Zeigen auf die einzelnen Stacheln und den Klang der Stimme beim Zählen wie bei einem innigen Gebet vollzogen wird. Die Aktion, durchgeführt an acht Staatsgrenzen, wo Hunderte von Grenzkilometern das Land teilen, zeigt die Suche nach einem unmöglichen Ergebnis: man kommt an kein Ende, es ist eine utopische Zählung bis ins Unendliche, ausgedehnt in Raum und Zeit, zwischen Vergangenheit und Zukunft ausdehnt, ohne ein Ende in Sicht.

Die künstlerische Arbeit von Filippo Berta beleuchtet die sozialen Spannungen, die durch die Beziehung zwischen dem Einzelnen und der Gesellschaft entstehen. Die Grenzen, die diesen dialektischen, oft konfliktreichen und problematischen Zustand definieren, untersucht er in seinen Werken. Seine Aufmerksamkeit für diese sozialen Disharmonien findet Eingang in Werke, in denen kleine alltägliche Gesten überhöht und so präsentiert werden, dass sie Ungleichheiten, Spannungen und Widersprüche aufdecken. Seine Arbeiten sind häufig kollektive Performances, die in ikonografische Bilder und Kurzvideos synthetisiert werden.

Filippo Berta wurde 1977 in Treviglio geboren. Er wird von der Prometeogallery von Ida Pisani (Mailand – Lucca) vertreten. Im Jahr 2015 gewann er den Preis der Fondazione MIA in Bergamo, 2014 den Premio Maretti, La Habana (Kuba) und war Finalist beim Talent Prize in Rom. Im Jahr 2008 gehörte er zu den Gewinnern des Premio Internazionale della Performance, Galleria Civica di Trento. Er hat im Museo MADRE in Neapel, im Museum für zeitgenössische Kunst MSU in Zagreb, im Museion in Bozen, im MART – Galleria Civica in Trento, im Jonkopings Lans Museum, in der Städtischen Galerie in Bremen, im Staatlichen Museum für zeitgenössische Kunst in Thessaloniki, im Museum von Pori, im Victoria Art Center in Bukarest, im Center for Cultural Decontamination CZKD, Belgrad, im Matadero Contemporary Creative Center in Madrid und im MAO-Museum für Architektur und Design in Slowenien ausgestellt. Er hat an der Thessaloniki Biennale (2013; 2017), der Curitiba Biennale (2017), der Prag Biennale (2011) und der Moscow Biennale – Young Art (2012) teilgenommen. Er hat an Residenzen für Künstler teilgenommen, unter anderem bei der Fondazione Ratti in Como und der Fondazione Spinola Banna in Poirino. Er nahm an Festivals teil wie: Sarajevo International Festival (2014, 30. Ausgabe), International Konst Film (2013, Schweden), Corpus 3 (2012, Neapel), Romaeuropa Festival (2012, Rom), Tulca-After the fall (2011, Galway, IR), European Performance Art Festival (2011, Warschau, PL).
 
Raffaella Frascarelli
Gründerin und wissenschaftliche Leiterin der Stiftung Nomas. 2014 promovierte sie an der EPHE in Paris (Religionen und Denkweisen) und an der L’Orientale in Neapel (Abteilung Türkei, Iran, Zentralasien). Ausgehend vom künstlerischen Dispositiv konzentriert sich ihre Forschung auf ästhetische, historische, philosophische, soziologische, juristische, anthropologische, wirtschaftliche, wissenschaftliche und politische Fragen im Zusammenhang mit der heutigen Gesellschaft. Seit 2017 ist sie Co-Leiterin des Labors der Forschungseinheit Ästhetik im Sozialen der Fakultät für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (DiSSE) der Universität Sapienza in Rom, wo sie als Dozentin in den Kursen Kultursoziologie und Soziologie der zeitgenössischen Kulturen tätig ist. Seit 2019 arbeitet sie als Dozentin im Master Management, Promotion, Technological Innovations in Cultural Heritage Management, School of Economics and Business Studies, University of Roma Tre. 

Nomas-Stiftung
ist ein gemeinnütziges, multidisziplinäres Forschungszentrum, das über die soziokulturellen, politischen, wirtschaftlichen, philosophischen, historischen und wissenschaftlichen Dimensionen der Gesellschaft nachdenkt, ausgehend vom Dispositiv der zeitgenössischen Kunst. Als Raum für Inklusion und Partizipation setzt sich die Stiftung für den Aufbau von Beziehungsformen im öffentlichen Raum ein, die in der Lage sind, alle Formen von Diskriminierung aufgrund von Rasse, Geschlecht, Klasse, Gender und Religion zu beseitigen. Die Werte der Nomas Foundation streben nach sozialer Gerechtigkeit, wirtschaftlicher Gleichheit, gleichem Zugang zu Bildung, nachhaltiger Entwicklung, gleichberechtigtem Zugang zu Ressourcen, sozialer Mobilität. In Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen, öffentlichen und privaten Museen, Universitäten, Schulen, Forschungszentren, Institutionen und Unternehmen umfasst das wissenschaftliche Programm der Nomas Stiftung Ausstellungen, Konferenzen, Seminare, Workshops, Lesesäle, Hochschulbildung und pädagogische Projekte.
 
Projekt gefördert von Nomas Foundation, Gewinner des Italian Council (V. Ausgabe, 2019), einem Programm zur internationalen Förderung italienischer Kunst der Direzione Generale Creatività Contemporanea del Ministero della Cultura und in Zusammenarbeit mit l’Unità di Ricerca Aesthetics in the Social, DiSSE, Sapienza Università di Roma.

 

    
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